
dieses Werkes als Arndt’s Nachfolger besorgt wurde, enthält die Beobachtungsresultate von 138
Stationen.
[Mecklenburg, 1852 ff.] Das grossherzogliche statistische Bureau zu Schwerin organisirte im
Jahre 1852 die meteorologischen Beobachtungen in Mecklenburg, indem
1) Die Instruktion wurde in Amerika ins Englische übersetzt: Official Instruction für the Observers at the
Meteorological Stations in the Kingdom of Prussia im 62. Report of the Regents of the University of the State of
New York p. 251. Auch Lloyd in Dublin liess in Irland nach einer ganz analogen. Instruktion beobachten.
2) Kreil antwortete sehr erfreut und beistimmend, Plieninger
und Stieffel erklärten von ihren Beobachtungsstunden
(7. 2. 9) nicht a/jointfilesconvert/330930/bgehen zu können.
[Sp. 945/946:]
es die schon vorhandenen freiwilligen Beobachter in Rostock, Wustrow, Schönberg und
Kirchdorf auf Poel zu weiterer Ausdehnung der Beobachtungen in Gemässheit eines vorgelegten
Planes und zur unentgeltlichen Mittheilung derselben veranlasste.
„Was diesen Plan anlangt [vgl. Schwerin 1 p. 586], so ist es im wesentlichen derselbe, der für die
Stationen des preuss. meteorologischen Instituts ... ausgegeben ist, zunächst mit der
Abweichung, dass statt der in Preussen angenommenen Kombination der Beobachtungsstunden
(6. 2. 10) hier eine andere, für die meisten Beobachter bequemere, genommen ist, nämlich 7. 2. 9
...
Eine weitere Abweichung betrifft nur die Vertheilung der Arbeit, nicht die Sache selbst; es wird
nämlich hier von den Beobachtern nur die Eintragung der Beobachtungsdata in die Tabellen
begehrt, während alle Berechnungen (welche in Preussen von den einzelnen Beobachtern
verlangt werden) von Seiten des statistischen Bureaus gemacht werden. Diese Einrichtung, bei
der die Beobachter nicht mehr in Anspruch genommen werden, als der Zweck erheischt, erschien
um so angemessener, da die Anstellung der Beobachtungen als eine aus wissenschaftlichem
Interesse freiwillig und unentgeltlich übernommene oder fortgesetzte Thätigkeit angesehen und
die Mittheilung derselben an das Bureau als eine Gabe aus patriotischer Gesinnung
entgegengenommen wird.
Dem statistischen Bureau ist es gelungen, den Anschluss an das in Preussen angenommene
Beobachtungssystem dadurch besonders vortheilhaft für uns zu machen, dass das statistische
Bureau in Berlin durch die verheissene regelmässige Mittheilung der diesseitigen
Beobachtungen veranlasst worden ist, sich bereit zu erklären, die dort erscheinenden
meteorologischen Berichte, in denen die diesseitigen Beobachtungsresultate mit a/jointfilesconvert/330930/bgedruckt
werden, hierher mitzutheilen, den Bedarf an Tabellen zu liefern und, was die Hauptsache ist, für
die Vergleichung und Revision der hier benutzten Instrumente Sorge zu tragen.“
Das preussische meteorologische Institut hat stets unter diesen Bedingungen den Anschluss
kleinerer Beobachtungssysteme in Norddeutschland an sein eigenes Netz vermittelt. Das
grossherzogliche statistische Bureau, in dem besonders Dippe für Meteorologie thätig ist, rief zu
gleicher Zeit ein dichteres Netz von phaenologischen Stationen ins Leben, deren Beobachtungen
bis zum Jahre 1866 selbstständig veröffentlicht wurden [Schwerin], z. Th. auch bei den
Publikationen der Schlesischen Gesellschaft für Vaterländische Kultur zur Verwerthung
gelangten [Cohn 1. 2]. Ferner wurde auf der Pulvermagazinwache bei Schwerin im August 1853
eine zweistündliche Beobachtungsreihe der Temperatur und des Windes durch die Unterofficiere
der jedesmaligen Wache begonnen, welche bis jetzt fortgesetzt werden; ebenso sind auf den
Stationen zu Schönberg, Schwerin (Telegraphenstation) und Ludwigslust (Telegraphenstation)
etwa zehn Jahre lang vielstündliche Beobachtungen gemacht worden.
Ausser in den Publikationen des preussischen meteorologischen Instituts [Berlin (C)] werden die
Beobachtungsresultate von den mecklenburgischen Stationen, in etwas grösserer
Ausführlichkeit, auch vom grossherzoglichen statistischen Bureau [Schwerin] veröffentlicht. Der
letzte Jahrgang, 1871, erschien aber erst im Jahre 1880.
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