Engel IB240 Manual do Utilizador Página 658

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2) Es wäre interessant, den Grund der Nichtbetheiligung der Royal Society zu erfahren. War es vielleicht kühle
Zurückhaltung oder nationale Eifersucht? Einige Jahrzehnte später urtheilt Daniells über die Leistungen, der
Mannheimer Gesellschaft sehr enthusiastisch: „A work which, if it had been continued with its original spirit to the
present time, would probably have lest little to be desired in the way of observation; and which, even in its present
state, would be found by the diligent inquirer to contain more data
for a correct history of European weather than all
other works upon the same subject taken together“ [„Elements of Meteorology“].
[Sp. 901/902:]
Gebrauch gemacht worden ist. Hemmer beabsichtigte noch mit L. B. v. Stengel in München eine
Aenderung an den Barographen vorzunehmen und deren Registrirungen durch graphische
Darstellungen bekannt zu geben, wurde aber durch seinen am 3. Mai 1790 erfolgten Tod daran
verhindert. Mit seinem Hinscheiden war die Mannheimer Meteorologische Gesellschaft ihrer
besten Kraft beraubt und ging nun allmählich ihrer Auflösung entgegen.
Die nominelle Leitung übernahm der Medicinalrath Güthe, welcher schon vorher an den
medicinisch-meteorologischen Beobachtungen in Mannheim Theil genommen hatte; die
Ephemeriden erscheinen zwar weiter, aber die Zahl der Stationen nimmt von Jahr zu Jahr ab, die
vorher beigegebenen meteorologischen Abhandlungen fallen ganz weg und im Jahre 1795
erscheint der letzte Band, welcher die Beobachtungen von 1792 enthält. Es wäre jedoch
unrichtig, die alleinige Ursache für das Eingehen der Gesellschaft in dem Verluste des,
thatkräftigen und fachmännisch gebildeten Hemmer
zu suchen. Auch er würde wahrscheinlich
vergeblich gegen die von Westen her mächtig anstürmenden Wogen der französischen
Revolution, von denen namentlich die Rheinlande zunächst betroffen wurden, angekämpft
haben.
Der damit begonnenen allgemeinen Bewegung auf politischem und socialem Gebiete in
Deutschland musste auch jeder Versuch zu weiterer Systematisirung der meteorologischen
Beobachtungen weichen, und so sehen wir in der wechselvollen Periode vom Ausgange des
vorigen Jahrhunderts bis nach den Freiheitskriegen, von dessen Anstrengungen die Nation erst
einige Jahre später sich erholen konnte, nicht nur einen Stillstand, sondern, gegenüber den
glänzenden Leistungen der Mannheimer Gesellschaft, sogar einen bedeutenden Rückschlag in
der Entwickelung der meteorologischen Beobachtungen in Deutschland eintreten. Während
dieser nahezu dreissigjährigen Periode ist nicht ein einziges System
von Beobachtungen
vorhanden; wo beobachtet wird, geschieht es wieder, wie ehedem, ohne allen Zusammenhang
mit andern Orten, ohne Einheit in den Instrumenten, Instruktionen und Publikationen. Dass unter
solchen Umständen das Eingehen der Mannheimer Gesellschaft namentlich von den
Fachmännern, welche bei ihren Untersuchungen auf ausreichendes Beobachtungsmaterial sich
stützen mussten, ganz besonders schmerzlich empfunden und der Wunsch nach einem Ersatz
dafür lebhaft geäussert wurde, erscheint wohl begreiflich. Erst im Jahre 1820 wurde ein partieller
Versuch dazu gemacht mit der Bildung einer Gesellschaft zur Beobachtung der Gewitter, welche
indess zur weiteren Entwicklung der meteorologischen Beobachtungssysteme nicht unwesentlich
beigetragen hat.
[Bayern, 1780 ff.] Bevor ich zur Besprechung dieser Bestrebungen übergehe, muss ich noch
einmal auf das für die Geschichte der meteorologischen Beobachtungen denkwürdige Jahr 1780
zurückgreifen, in welchem derselbe Kurfürst Karl Theodor, der die Societas Meteorologica
Palatina gegründet hat, durch die Münchener Akademie der Wissenschaften in dem unter ihm
seit 1777 personalunirten Bayern und Kurpfalz ein dichtes Netz von meteorologischen Stationen
einrichten liess. Was in Mannheim J. J. Hemmer übernahm, die wissenschaftliche Organisation
und Leitung der Societas, führte in München der Akademiker und geistliche Rath F. X. Epp. Die
von ihm besorgten acht ersten Jahrgänge der „Meteorologischen Ephemeriden“ [München (A) 2
]
stehen den Mannheimer Ephemeriden an Werth bedeutend nach und verrathen nichts von den
grossartigen Gesichtspunkten, durch welche sich alles, was von Mannheim ausging, so
vortheilhaft auszeichnete.
In der Einleitung zum ersten Bande der „Meteorologischen Ephemeriden der baierischen
Akademie“ berichtet Epp
:
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