Engel IB240 Manual do Utilizador Página 665

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Augenmerk auf die im Laufe des Jahres vorkommenden Frostschäden zu richten und über die
Erscheinungen, welche er wahrgenommen, Bericht zu erstatten ...
Da aber mit Hülfe meteorologischer Instrumente und Apparate noch viele andere forstlich
wichtige Fragen sich beantworten lassen, so werden in Bayern die neu errichteten forstlich-
meteorologischen Stationen in eine engere Beziehung zum Walde gebracht, indem die
Aufstellung der Instrumente im Innern eines grösseren geschlossenen Holzbestandes und
gleichzeitig auf einer benachbarten nicht bewaldeten Fläche geschah. Nicht nur durch diese
Beobachtungsweise, sondern auch durch die viel grössere Zahl der Beobachtungs-Objekte
unterscheiden sich die bayerischen Forststationen wesentlich von den allgemeinen
meteorologischen Observatorien.
Auf freiem Felde, d. h. auf einer besonders ausgewählten, nicht bewaldeten Fläche von
möglichst gleicher Lage wie die Waldstation werden Beobachtungen angestellt:
1) über die Lufttemperatur im Schatten und in der Sonne [gewöhnl. Thermometer und
Thermometrograph];
2) über den relativen und absoluten Feuchtigkeitsgrad der Luft;
3) über den Ozongehalt der Atmosphäre;
4) über die Temperatur des Bodens an seiner Oberfläche, in 1/2’, 1’, 2’, 3’ und 4’ Fuss Tiefe;
5) über die Regen- und Schneemengen;
6) über die Verdunstungsgrösse einer freien Wasserfläche;
7) über die Verdunstungsgrösse eines mit Wasser gesättigten Bodens;
8) über die durch den Boden von 1, 2 und 4 Fuss Tiefe sickernden Wassermengen.
Dieselben Beobachtungen werden auch in der Waldstation gemacht, jedoch mit dem
Unterschiede, dass hier nicht blos die Temperatur und der Ozongehalt der Waldluft 5 Fuss über
dem Boden, sondern auch in der Baumkrone ermittelt wird, während dagegen die
Beobachtungen in der Sonne wegfallen. Ausserdem aber werden im Walde noch die
Temperaturen im Innern der Bäume, sowohl in Brusthöhe, als in der Baumkrone ermittelt und
vergleichende Beobachtungen über den Einfluss der Streudecke auf die Verdunstung und auf die
Durchsickerung des Bodenwassers angestellt. Um die Beobachtungsresultate nicht nur für
forstliche, sondern auch für allgemein meteorologische Zwecke verwerthen zu können, wird
täglich noch der Barometerstand, die Windrichtung und Windstärke, Bewölkung des Himmels
und Wolkenzug, dann die Tage, an welchen Regen, Schnee, Nebel, Thau, Reif und Frost
eintraten, notirt.“
Hauptaufgabe dieser Stationen war also, den klimatischen Einfluss des Waldes ziffermässig zu
ermitteln. Als Beobachtungsstunden wurden, mit Rücksicht auf die bisweilen grosse Entfernung
der Stationen vom Beobachter, nur eine Morgen - und eine Mittagsstunde gewählt, die mehrfach
gewechselt haben. Nach Feststellung des Arbeitsprogrammes wurden durch Entschliessung des
kgl. bayerischen Finanzministeriums vom
[Sp. 915/916:]
20. September 1866 und vom 2. Oktober 1867 im Ganzen sechs kombinirte Wald- und
Feldstationen und eine blosse Feld- oder Freistation in Aschaffenburg eingerichtet. Professor
Ebermayer an der Central-Forst-Lehranstalt daselbst übernahm die Leitung dieses Stationsnetzes
und brachte vom März 1868 ab die Resultate der Beobachtungen regelmässig zur
Veröffentlichung [Ebermayer 4]. Dieselbe läuft bis 1878 fort, in welchem Jahre die
Beobachtungen a/jointfilesconvert/330930/bgebrochen wurden. Eine Bearbeitung des ersten Lustrums derselben hat uns
Ebermayer [6] im Jahre 1873 geliefert, wogegen eine Diskussion des Gesammtmaterials und
kritische Beleuchtung der hier erstmalig zur Anwendung gekommenen Untersuchungsmethode
bisher nicht veröffentlicht worden ist.
Aehnliche forstliche Beobachtungssysteme wurden nach dem von Bayern gegebenen Vorbilde
1868 in der Schweiz, 1870 in Italien, sowie in Frankreich und Schweden eingerichtet. Preussen
und einige andere deutsche Staaten folgten im Jahre 1874, worüber später zu berichten sein wird.
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