Engel IB240 Manual do Utilizador Página 668

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Centralstation ein dichtes Netz von Stationen für die Beobachtung der Gewittererscheinungen ins
Leben rief.
Der Aufruf der Hallenser Gesellschaft scheint gute Aufnahme gefunden zu haben. In Mittel-,
besonders aber in Süddeutschland, meldeten sich zahlreiche freiwillige Beobachter, so dass z. B.
im Jahre 1823 mehr als 500 Gewitterschemata vertheilt wurden. Immerhin sind die
unmittelbaren Resultate dieser Beobachtungen, welche im Schoosse der Gesellschaft von K. L.
G. Winckler und J. H. Bullmann [3] zusammengestellt wurden, nur geringfügig zu nennen
gegenüber den mittelbaren Einwirkungen auf die feste Gestaltung meteorologischer
Beobachtungssysteme in Thüringen und in Württemberg. In den ersten Jahren 1821 und 1822
betrug die Zahl der berichtenden Stationen, von denen einige auch ausserhalb Deutschlands
Grenzen lagen, 52, im folgenden 38 und im Jahre 1825, dem letzten, von welchem Nachrichten
mir vorliegen, nur noch 23.
[Sachsen-Weimar-Eisenach, 1822 ff.] Zunächst scheint das Vorgehen der Hallenser
Gesellschaft im benachbarten Jena, wo die Astronomen der 1812 von Goethe gegründeten
Sternwarte, ihre Mitwirkung alsbald zur Verfügung gestellt hatten, nicht wenig dazu beigetragen
zu haben, dass ein Netz meteorologischer Stationen im Grossherzogthum Sachsen-Weimar-
Eisenach von Staats wegen eingerichtet wurde. Ohne das direkte Einschreiten Goethe’s, welcher
die „Ober-Aufsicht über alle unmittelbaren Anstalten für Wissenschaft und Kunst“ im
Grossherzogthume führte und nicht nur selbst werkthätiges Interesse an der Meteorologie nahm,
sondern auch den Grossherzog dafür zu gewinnen vermochte, würde es indess wohl kaum zur
Etablirung der „Anstalten für Witterungskunde“ gekommen sein; denn, wie wir gleich sehen
werden, war man später, nach dem Rücktritte und dem bald darauf erfolgten Tode Goethe’s, dem
nützlichen Unternehmen in Weimar nichts weniger als freundlich gesinnt.
Der damalige Direktor der Sternwarte zu Jena, Professor Posselt, schreibt [bei Schrön 1, I p. 2.
3]:
„... Dass es, so wie bei allen Theilen der Naturlehre, bei der Witterungskunde ganz besonders
hierauf [Beobb.] ankomme, hat man in neuerer Zeit lebhaft gefühlt, wie die wiederholten
Aufforderungen, und die vielen, von geschickten Männern aufgezeichneten, und zum Theil
öffentlich mitgetheilten Beobachtungen zur Genüge beweisen.
In dieser Beziehung verdient gewiss keiner mehr den Dank der Naturforscher, als Se. Königl.
Hoheit, der Grossherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, welcher in seinen Landen mehrere
Anstalten für die Meteorologie mit der ihm eigenthümlichen Liberalität eingerichtet hat ...
Um die Veränderungen der Witterung auf einem möglichst grossen Raume kennen zu lernen,
sind folgende Beobachtungsorte ausgewählt worden: 1) Wartburg
, als die Spitze des Thüringer
Waldes, am Fusse des Inselberges; 2) Eisenach
; 3) Ilmenau, am Fusse der Schneekoppe
[Schneekopf]; 4) Weimar; 5) Schöndorf, auf dem Ettersberge bei Weimar: 6) Belvedere, auf
einem kleinen Berge, eine Stunde von Weimar; 7) Weida, in einer waldigen Gegend an der
südöstlichen Gränze des Herzogthumes, und 8) die Sternwarte in Jena. An diesen Orten sind
sachkundige Beobachter mit den nöthigen Instrumenten ausgestattet worden ... [vom Mechaniker
Dr. Körner, s. Körner, Fr. I 2.]
Damit die verschiedenen Beobachter den Stand der Instrumente und die dabei jederzeit
stattfindenden Erscheinungen und Veränderungen der Witterung nach einerlei Plan aufzeichnen
können, ist unter Direction [und, wie aus den Act. Observ. Jen. IV deutlich hervorgeht, thätiger
Mitwirkung] Sr. Excellenz des Herrn Geheimen Rath v. Goethe, unter dessen Ministerium diese
Angelegenheiten gestellt sind, eine Instruction ausgearbeitet worden, worin genau bestimmt ist,
zu welcher Zeit und auf welche Weise die Beobachtungen in die, dazu besonders gestochenen
Tabellen, eingetragen werden müssen, und worauf man bei den mannichfaltigen Phaenomenen
unseres Dunstkreises seine Aufmerksamkeit vorzüglich zu richten habe.
Die auf die vorgeschriebene Weise ausgeführten Tabellen werden monatlich an den
[Sp. 921/922:]
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