
Die im dritten Theile des Werkes gegebene Kritik und Prüfung von 60 Bauernregeln ist, meines
Wissens, die erste derartige Beleuchtung derselben an der Hand von Beobachtungen, ein
Verfahren, welches erst im Jahre 1847 von Otto Eisenlohr mit grösserer Ausführlichkeit wieder
aufgenommen worden ist.
Die Hinzufügung der Aspekten zu den meteorologischen Beobachtungen, welch letztere bei
Uranophilus Cyriandrus noch recht dürftig sich ausnehmen, bleibt reichlich bis zur Mitte des
XVIII. Jahrhunderts Sitte und findet heute noch einen Nachklang in dem Gebrauche mancher
Beobachter, die Phasen des Mondes in ihrem Wetterjournale zu vermerken.
[Anmerk. d. Bearbeiters: Oberer Teil dieser Seite wegen vieler Sonderzeichen besser als Figur
darstellbar]
[Beobachtungen mit Instrumenten.] In welches Jahr der Anfang der zweiten von uns
unterschiedenen Perioden in der Geschichte der meteorologischen Beobachtungen in
Deutschland zu verlegen ist, lässt sich auf Grund des vorliegenden Materiales mit Sicherheit
nicht feststellen.
Sehen wir von den mehr gelegentlichen Beobachtungen ab, welche Otto v. Guericke ums Jahr
1650 an dem von ihm in Deutschland zuerst konstruirten Wasserbarometer machte, so scheinen
regelmässige Beobachtungen an Quecksilberbarometern, die man in Florenz seit dem Jahre 1643
gebrauchte, hier erst in den achtziger Jahren angestellt worden zu sein. Bei dem Umstande, dass
fast alle Barometer Anfangs aus Oberitalien, insbesondere aus Florenz [Fidele Bianchi] und
Mailand [Ludovico Lera u. Giacomo Primovese], kamen, dieselben daher erst einige Stadien
weiterer Verbesserung In der Konstruktion durchmachen mussten, um auf grössere Entfernungen
transportfähig zu sein, darf uns die Verspätung im Beginn regelmässiger barometrischer (und
thermometrischer) Beobachtungen in Deutschland nicht Wunder nehmen. Die erste deutsche
selbstständige Schrift über die „Baroskope“ stammt gleichfalls aus den achtziger Jahren des
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