
reihe mit Recht wundern, zumal wenn man erfahrt, mit welchen Schwierigkeiten er noch zu
kämpfen hatte, um wenigstens die ersten drei Jahrgänge seiner vielstündlichen Beobachtungen
(1833–35) durch die Leopoldinische Akademie in ihren Acta veröffentlicht zu sehen.
Seit jener Zeit ist im Grossherzogthum Sachsen-Weimar ein Versuch zur Einrichtung officieller
Beobachtungsstationen nicht wieder gemacht worden.
[Württemberg, 1821 ff.] Von weit nachhaltigerer Wirkung war der Einfluss, welchen die oben
erwähnte Aufforderung der Naturforschenden, Gesellschaft in Halle auf die Gestaltung des heute
noch bestehenden meteorologischen Beobachtungsnetzes im Königreich Württemberg ausübte,
welches nach dem übereinstimmenden Urtheile Schübler’s und Plieninger’s seinen Ursprung
daher nahm. Der letztere, welcher über dreissig Jahre demselben als Leiter vorgestanden hat,
berichtet in d. Jahresheft. d. Ver. f. Vaterl. Naturkde. i. Württemb. II, 1846 p. 259 darüber, wie
folgt:
„Der Verein württemb. Beobachter wurde seiner Zeit, auf G. Schübler
’s Anregung, von der Kgl.
Centralstelle des landwirthschaftlichen Vereins durch Gewinnung einer Zahl von Beobachtern
unter den korrespondirenden Vereinsmitgliedern ins Leben gerufen. Die nächste Veranlassung
dazu war eine im Jahre 1821 von der naturforschenden Gesellschaft zu Halle an alle
wissenschaftlichen Vereine Deutschlands ergangene Einladung
1
) zu korrespondirenden
Beobachtungen über die Gewitter und die sie begleitenden Erscheinungen, um über Entstehung
und Zug der Gewitter und die Lage der Gegenden, welche mehr als andere dem Hagelschlag
ausgesetzt sind, nähere Aufschlüsse zu erhalten. Auf die Einladung der Centralstelle des landw.
Vereins fanden sich sofort mehrere Beobachter, aus deren Mittheilungen Schübler die erste
Zusammenstellung „Ueber die Bildung und Richtung der Gewitter und Schlossen in
Württemberg und einigen angrenzenden Gegenden“ im Korresp. Bl. des landw. Ver. 1822 Bd.1.
S. 155.“ [Schübler 11] gab … Mit dem Jahre 1824 wurden die Beobachtungen in grösserer
Ausdehnung von mehreren Beobachtern angestellt, aus denen Schübler einen umfassenderen
Jahresbericht „Allgemeine Resultate über die Witterung des Jahres 1824 mit näheren
Beobachtungen über die Temperatur, Gewitter, Schlossen und Regenmengen in verschiedenen
Gegenden Württemberg’s“ in gedachtem Journale, Jahrgang 1825 Bd. 11. S. 1, ertheilte.
Der umfassendere Plan für die Beobachtungen und die daraus gezogenen Jahresberichte, der bis
daher beibehalten blieb, tritt aber erst mit dem Jahrgang 1825 ein. Es werden fortan den
Beobachtern Behufs der Gleichförmigkeit lithographirte Formularien für ihr meteorologisches
Journal ausgetheilt, die sie mit Ende des Jahrganges und nach Berechnung der monatlichen und
Jahresresultate einsandten. Einige erhielten auch die Instrumente ... Vom Jahresbericht für 1828
an wurde von mir [Plieninger
, W. H. T.] unter dem Titel „meteorologische Chronik“ eine
Zusammenstellung der wichtigeren meteorologischen Ereignisse, soweit sie aus öffentlichen
Blättern und wissenschaftlichen Journalen entnommen werden konnten, in chronologischer
Ordnung zusammengestellt, Anfangs den Monaten der Stuttgarter Beobachtungen beigegeben,
später aber (1829) in dem Text des Journals mitgetheilt ... Mit dem Jahrgang 1831 ging die Sorge
für die Jahresberichte in meine Hände über ... Der Jahresbericht von 1843 und 1844 erschien im
genannten Korresp. Bl. 1844, Bd. I S. 194, welcher zugleich die 20jährigen Resultate von 1825–
44 einschliesslich, und in einzelnen Rubriken des Berichts, wie namentlich der
Temperaturverhältnisse, 50jährige Resultate von 1795 einschliesslich an enthält. [Vgl. Stuttgart
1
und Plieninger, W. H. T.]. Hiermit wurde von der hohen Centralstelle das Aufhören der
meteorologischen Mittheilungen überhaupt, also der Jahresberichte, der meteorol. Chronik und
der Monatstabellen, in dem landw. Korresp. Bl. beschlossen, wogegen unser
naturwissenschaftlicher Verein [Verein für Vaterländische Naturkunde in Württemberg] § 5
Punkt 4
1 [[2?]]
) der organischen Bestimmungen beschloss, die Sache fortzusetzen, wie dies in
unseren Jahresheften 1845, I p. 43 bereits angezeigt worden ist.“
Als die Publikation der Jahresberichte in den genannten Jahresheften mit dem Jahre 1854
ebenfalls aufhören sollte, wurde, vielleicht beeinflusst durch den im Jahre 1855 zwischen
Plieninger und Dove verabredeten Anschluss der württembergischen Beobachter an das
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